Schmuckankauf

Der Wert Ihres zu verkaufenden Goldschmuckes richtet sich zum einen nach dem Gewicht und nach dem enthaltenen Goldanteil bzw. der verwendeten Schmucklegierung.

Bei Schmuck ist der Goldgehalt meist eingestempelt, so dass man nach dem Verwiegen leicht auch selbst ausrechnen kann wie viel Feingold in seinem Schmuck effektiv enthalten ist. Es gibt zwar auch gefälschte Schmuckstempelungen da Punzierungsstempel im Goldschmiedehandel für ein paar Euro für jeden erhältlich sind, in der Regel und wenn man weiss dass man seinen Schmuck nicht auf der Strasse sondern beim Juwelier seines Vertrauens gekauft hat kann man sich jedoch auf den Feingehaltsstempel verlassen.

 

 

Die gängigsten Goldstempel sind:


333er 8k Schmuckgold

33,3 % Goldgehalt,
Rest meist Silber und/oder Kupfer. Bei Weissgold anstelle Kupfer Palladium oder Nickel

585er 14K Schmuckgold

58,5 % Goldgehalt,
Rest meist Silber und/oder Kupfer. Bei Weissgold anstelle Kupfer Palladium oder Nickel

750er 18K Schmuckgold

75,0 % Goldgehalt,
Rest meist Silber und/oder Kupfer. Bei Weissgold anstelle Kupfer Palladium oder Nickel


Wenn Ihr Altgold von diesen Standardlegierungen abweicht tun sich kleine Goldankaufshops / Juweliere schwer den exakten Goldanteil zu ermitteln, da sie in der Regel nicht über entsprechende Analysemöglichkeiten verfügen um den tatsächlichen Goldgehalt bzw. die sonstigen Legierungsbestandteile zu ermitteln und Ihnen somit den besten Ankaufpreis kalkulieren zu können. Bei Weissgold zum Beispiel kann ausser Gold auch noch wertvolles Palladium mit in der Legierung enthalten sein, es kann jedoch auch den silberfarbenen Farbton stattdessen durch die Zugabe von fast wertlosem Nickel erhalten haben. Normale Goldankäufer verfügen in der Regel jedoch lediglich über einen Säureprüfkasten mit der sie anhand einer sogenannten Strichprobe überprüfen können ob der 333er, 585er oder 750er Stempel des Schmuckes echt ist. Bei kleineren Edelmetallankäufern wird deshalb meist ein entsprechender Risikoabschlag in den Ankaufpreis einkalkuliert und nur das enthaltene Gold vergütet. Sie erkennen die schwarzen Schafe übrigens leicht im Verkaufsgespräch an der Frage: „Was haben Sie sich denn vorgestellt…?“

Im professionellen Edelmetallhandel bzw. bei Scheideanstalten wird hingegen der exakte Edelmetallgehalt im Labor ermittelt und der Ankaufpreis fair anhand des Edelmetallinhaltes und des Tageskurses nachvollziehbar kalkuliert. Aufgrund moderner und schnell arbeitender Analysegeräte kann dies heutzutage in einem Edelmetallprüflabor selbst schon bei einzelnen Schmuckstücken, Zahnkronen, Medaillen,… binnen Sekunden durchgeführt werden. Der Ankaufswert errechnet sich dann aus den sich tatsächlich in Ihrem Altgold enthaltenen Feingoldes plus dem Wert eventuell sonst noch in den Legierungen enthaltener Edelmetalle. Sind in Ihrem Altschmuck Steine enthalten, so spielen diese bei der Berechnung des Metallwertes keine Rolle und werden vom Schmuckgewicht abgezogen. Diamanten, sofern es sich nicht nur um Diamantsplitter oder sehr kleine Steine handelt werden im seriösen Schmuckankauf ebenfalls bewertet und vergütet. Da Juweliere hier jedoch im Verkauf meist eine sehr hohe Gewinnspanne haben bringen Diamanten im Wiederverkauf meist nur einen Bruchteil des ursprünglich bezahlten Preises. Durch das hohe Altgoldaufkommen der letzten Jahre ist der Markt mit kleinen Ausfassdiamanten ausserdem gut gesättigt. Wenn Sie Farbsteine in Ihrem Schmuck haben die Sie als Erinnerung behalten möchten, so empfiehlt es sich diese vor einem Verkauf zu entfernen da diese ansonsten in der Regel bei den Scheideanstalten mit in den Ofen wandern und verbrennen.